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Blutanalyse 6.4., Kardiologischer Befund 7.4. - Diagnose

Am Ostermontag wurde Charly Blut abgenommen, das am 7.4. ausgewertet wurde:

Nierenwerte waren am 6.4.2015 schlecht:
Harnstoff: 272 mg/dl (normal 20-82)
Creatinin: 5,4 mg/dl (normal bis 1,6) => Niereninsuffizienz
Phosphor: 3,9 mmol/l (normal 0,8-1,6) => Hyperphosphatämie
Kalium: 2,0 mmol/l (normal 3,6-5,0) => Hypokaliämie
Cholesterin: 227 mg/dl (normal 70-150) => Hypercholesterinämie

Blutbefund ergab: hochgradige Azotämie (= erhöhte Blutwerte an Stickstoffverbindungen)

Charly hat einen Kreatinin-Wert > 5, das entspräche bei einer chronischen Nierenerkrankung Stadium 4 und einer Restnierenfunktion von < 10 % (Wikipedia - zur chronischen Nierenerkrankung der Katze), wenn dies über Wochen mehrmals gemessen wird und gleich bleibt. Dh, wir wissen das noch nicht genau und hoffen das Beste.

Die chronische Nierenerkrankung (CNE oder CNI) tritt vermehrt bei älteren Katzen auf: Über 50 % der betroffenen Katzen sind 7 Jahre alt oder älter und 30 % aller über 9 Jahre alten Katzen zeigen erhöhte Blutwerte an Stickstoffverbindungen (Azotämie). Die Erkrankung kann aber bereits in einem Alter von 9 Monaten vorkommen.

Da die Nieren eine hohe Reservekapazität haben und klinische Erscheinungen erst auftreten, wenn zwei Drittel der ursprünglichen Nierenfunktion verloren sind, müssen die auslösenden Faktoren beide Nieren schädigen. Die Auslöser einer chronischen Nierenerkrankung sind vielfältig und im Einzelfall nur selten zu ermitteln. Dabei kommen Erkrankungen in Frage, die primär auf einer Schädigung der Nierenkörperchen, der Nierenkanälchen oder der ableitenden Harnwege beruhen oder aber infolge von Gefäßerkrankungen auftreten. 

Durch eine Tastuntersuchung können die Nieren auf Schmerzhaftigkeit, Festigkeit (Konsistenz), Vergrößerung oder Verkleinerung sowie auf Veränderung der Oberflächenstruktur geprüft werden => wurde gemacht. Die gesunde Niere ist etwa 4 cm lang, 3 cm breit und 2–3,5 cm dick. Bei der häufigsten Form – CNE infolge einer tubulointerstitiellen Nephritis – sind die Nieren meist verkleinert und haben eine unregelmäßige Oberfläche, bei Tumoren oder einer Pyelonephritis können sie vergrößert und schmerzempfindlich sein. Da der Grad des Eiweißverlusts über den Harn in direktem Zusammenhang mit der Blutdruckerhöhung steht, ist eine regelmäßige Blutdruckmessung sinnvoll. Charly hat derzeit einen normal niedrigen Blutdruck.

Charly hat eine kleine Niere mit höckeriger Oberfläche, dh tubulointerstitielle Nephritis? Das würde bedeuten, die Nierenkanälchen sind geschädigt: Entzündung der Nierenkanälchen und des Zwischengewebes der Niere.

Außerdem aufgrund des Blutbefundes: Hypokaliämische Nephropathie = Nierenschädigung infolge Kaliummangel im Blut.

Als Auslöser kommen Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Vergiftungen oder Tumore in Frage, es kann aber auch ohne erkennbare Ursache (idiopathisch) entstanden sein.

Laut TÄ entstand der Kaliummangel aber infolge der Nierenschwäche, da die Niere die Giftstoffe (Harnstoff) nicht ausreichend aus dem Blut filtern kann und so der Elektrolythaushalt durcheinander kam.

Dani - mit Hilfe des Internet und bisher gesammelten TA-Auskünften

 

Fragen an den TA: 

Wie groß ist Charlys Niere?

Woher kommt der Kaliummangel?

Wie beugen wir der metabolischen Azidose (stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes) vor? (tritt bei 80 % der CNE-Katzen auf)

Hat Charly eine Nebenschilddrüsenüberfunktion ? (CNE führt bei 84 % dazu). Charlys Thyroxin, gesamt (T4) = 12,3 nmol/l (normal 12,9-50,0) - was bedeutet das?

Ist bei Mandy ein UPC-Test (Urinuntersuchung durch Protein-Kreatinin-Verhältnis) sinnvoll, um CNE früh zu erkennen, bevor noch das Kreatinin im Blut ansteigt? 

Urin-Untersuchung bei Charly sinnvoll?

Würde eine akute Niereninsuffizienz anders behandelt werden?

10.4.15 18:46

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mario (10.4.15 21:24)
Wünsche dem lieben Charly alles Gute.